Psychotherapie und psychologische Beratung in Beziehungsanliegen

Psychologische Praxis

Dipl.-Psych. Dana Prentki, Düsseldorf

Paartherapie Sexualtherapie Freie Termine

Lustlosigkeit und Langeweile

 

Sexuelle Unlust

Auch Mangel oder Verlust des sexuellen Verlangens, der sexuellen Appetenz oder des sexuellen Interesses genannt. Lustlosigkeit gehört zu den häufigsten sexuellen Störungen bei Frauen. Bei Männern kommt sie seltener vor, die Rate nimmt aber in den letzten Jahren zu und gleicht sich an.

Der Mangel an sexuellem Interesse liegt vor, wenn keine sexuelle Aktivitäten initiiert werden, oder Versuche des Partners bzw. der Partnerin, solche zu initiieren, abgelehnt werden.

Man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Störung der sexuellen Appetenz. Die sekundäre Störung kommt viel häufiger als die primäre vor.

Von einer primären Störung der sexuellen Appetenz spricht man, wenn jemand noch nie, im Zusammenhang mit keiner Person oder keiner Situation, sexuelles Verlangen bei sich spürte, und diese Tatsache zu einem gewissen Leidensdruck bei dieser Person führt. In diese Gruppe gehören nicht Personen, die z.B. auf Grund von Hemmungen vorhandenes Verlangen nicht zeigen.

Die sekundäre Libidostörung bezieht sich auf das Nachlassen oder den Verlust der zuvor vorhandenen sexuellen Lust. Die sekundäre Lustlosigkeit kann von vielen Faktoren bedingt werden, z.B. durch:

  • Sexuelle Langeweile
  • Partnerschaftskonflikte
    • Machtkämpfe, psychischer Druck
    • verletzende, abwertende Kommunikation
    • Respektlosigkeit
  • harmonisierende Beziehung (Konflikte werden nicht ausgesprochen)
  • familiäre Probleme
  • Unzufriedenheit mit sich selbst
  • Unzufriedenheit mit dem Beruf
  • Stress und das Gefühl der Überforderung (beruflich oder privat)
  • Gesundheitliche Probleme
  • Geburt oder Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln bei Frauen

Wenn die Partner sich noch mögen, lässt sich die Lust fast immer fördern oder wieder herausfordern.

 

Sexualität und Partnerschaftsprobleme

"Sexualität und Partnerschaft stehen in Beziehung, d.h. beeinflussen sich gegenseitig positiv oder im Sinne eines cirkulus vitiosus negativ."
(Zimmer, 1985)

Generell kann man sagen, dass Sexualität ein sensibler und sehr störanfälliger Bereich partnerschaftlichen Interaktionen ist.

Bei Paaren, die wegen partnerschaftlicher Konflikte oder sexuellen Störungen um Therapie nachsuchen, sind die Zusammenhänge zwischen Sexualität und Beziehungsqualität eindeutig. Von den Partnern, die um Paartherapie nachsuchen, geben ca. 75% auch Konflikte im sexuellen Bereich an. Dagegen berichten ca. 70% der Partner, die wegen sexuellen Störungen zur Therapie kommen, über Eheprobleme.